Zeitgenössische Musik in Aachen 1952-2014 - Fragmente einer vielschichtigen Entwicklung (Dr. Lutz Felbick)

  1. Jazz 1952-1992
  2. Chronik der Gesellschaft für Zeitgenössische Musik Aachen e.V. (GZM)
  3. GZM / Music loft in der Klangbrücke
  4. Euregio Musiktage / In Front Fesitival 1988-2013
  5. Musikbunker 1987-2014 (Chronologie in Planung)

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Pauline Oliveros: Deep Listening

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1. Wie glücklich ist darum die Stadt,

die ein Kulturorchester hat.

Sie kann sich immerzu daran ergötzen

an jenen wurderbaren Schätzen

der edlen Kunst, die unser Leben

den oft so nötigen Aufschwung geben.

Auch das Orchester wird sie ehren,

mithelfen ihren Ruhm zu mehren,

denn diese wird mit gutem Willen,

voll Eifer seine Pflicht erfüllen.

Wilhelm Junker

(aus: Adolf Rank, Das Kulturorchester und

seine Bedeutung, Regensburg 1950, S. 16)

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2. Wie glücklich ist darum die Stadt,

die ein Kultursaxophon hat.

etc.

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3. Wie glücklich ist darum die Stadt,

die ne Kulturgitarre hat.

etc.

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4. etc.

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A) Jazz 1952-1992

(Heribert Leuchter nach Berichten von Robert Wenseler)

seit 1952 bis ca. 1958 existieren 2 Jazzclubs (ab Februar 53 "Jazzclub", "Hotclub"), deren Mitglieder sich vereinsmäßig treffen, Musik hören u. gelegentlich Konzerte mit lokalen Amateurbands organisieren und veranstalten.

1953 bis 1957 bietet das Lokal "Bohème" an der Peterstraße allnächtlich ,live"-Jazzmusik. Zur damaligen Zeit war es wohl hinsichtlich Musikergagen und Publikumszuspruch möglich, 14-Tage-Engagements mit Jazzmusikern zu vereinbaren, z.B. spielten die Pioniere des Nachkriegsjazz in Deutschland:

A. Mangelsdorff, Michael Naura (heute Jazzredakteur beim NDR), Hans Koller, George Maycock u.a. fortlaufend im Bohème. Man sagt, daß es zu dieser Zeit ,hoch hergegangen sein muß", und das Bohème speziell auch bei in Frankfurt stationierten GIs einen ausgezeichneten Ruf gehabt hat, die immer wieder zu Gastspielen von bekannten Jazzmusikern nach Aachen kamen. Auch die ,Lütticher Szene", vertreten durch den Altsaxophonisten Jacques Pelzer und den legendären Gitarristen René Thomas, ließ sich dort oft blicken.

1957 als das Bohème seine Pforten schließt, tun sich die Mitglieder des ,Jazzclub" und des ,Hotclub" zusammen und heben auf einem Trümmergrundstück an der Elisabethstraße die Baugrube für ,ihren" Jazzkeller aus, in dem dann jeden Samstag Programm läuft, also Konzerte veranstaltet werden. Die GIs kommen weiterhin und die Kontakte zu Musikern aus Lüttich festigen sich. Initiator ist Horst Weber.

1958 zieht man in den "Malteserkeller" um, einem Kellergewölbe, das erst auch wiederum ausgebuddelt werden muß. Der Malteserkeller soll für fast 2½ Jahrzehnte der wichtigste und eigentlich auch einzige Treff für Jazzpublikum und -musiker in Aachen werden.

Anfänglich wird in erster Linie lokaler Amateurjazz (zumeist Dixie und Oldtime) geboten, allerdings von heute oft namhaften Musikern.

Der Malteserkeller wird als Verein in die Öffentlichkeitsaktivitäten der Technischen Hochschule einbezogen und erhält bescheidene Zuschüsse.

1959/60 werden die ersten Highlights im Audimax der TH Aachen veranstaltet: Art Blakey´s Jazzmessengers, Modern Jazz Quartet, Jimmy Giuffre Trio u.a....

1966 Als Mitte der 60er Jahre die ,Free Jazz"-Welle schwappt, treten die Avantgarde-Guppen: Irene Schweitzer, Peter Brötzmann, Gunter Hampel u.a. anläßlich der Herausgabe der Jazzeitschrift ,Sounds" auf. (Hrsg. Rainer Blome [heute Musikredakteur WDR])

1968 das wohl bedeutendste Konzert im Audimax: ,New York Total Music Ensemble" mit Don Cherry, Karl Berger u.a.

Ende 60er bis ca. 73 Konzerte aller bedeutenden Musikgruppen aus Europa (um Alexander v. Schlippenbach, Gerd Dudek, Manfred Schoof u.a.) und aus Amerika und Japan (Archie Shepp, Elvin Jones, Dexter Gordon, Yosuke Yamashita usw.). Robert Wenseler zeigt sich verantwortlich für den Avantgarde-Bereich, Hermann Cremer ist Programmgestalter für den Mainstream. Schon damals tragen sich die Malteserkeller-Veranstaltungen finanziell nicht mehr; sie werden von der TH Aachen subventioniert.

2. Hälfte 70er Nur noch sporadische Konzerttermine. Abgesehen von Malteserkeller-Veranstaltungen engagieren Kultur-Referenten des jeweiligen TH-AStA gelegentlich Jazzgruppen.

1981 organisiert der Malteserkeller das "1. Aachener Jazzfestival", welches als Flop zu werten ist und die Finanzen des Malteserkeller über Jahre hinaus ruiniert.

1982/83 treten freie Veranstalter auf, die im neu errichteten Eurogress-Centrum vereinzelt Sonderveranstaltungen mit Jazzgruppen durchführen, z.B. Weather Report, Gerry Mulligan...

Eine umfassende ,Jazz-Szene" existiert nun nicht mehr, weder lokal noch grenzüberschreitend nach Lüttich. Allein auf dem Gebiet der improvisierten Musik etabliert sich

1976 bis ca. 82 eine Gruppe Aachener Freejazz-Musiker um Paul Lovens und Paul Lytton, die 1. Aachener Musiker Kooperative" mit jeweils einem Festival in den Jahren ´78, ´79, ´80, bei denen alle wichtigen, europäischen und die Aachener Free- u. Avantgarde-Musiker auftreten. Die Konzerte werden bescheiden von Seiten der Stadt subventioniert.

nach 82 bis Mitte 85 herrscht, abgesehen von seltenen Kneipenkonzerten, "Funkstille" auf der professionellen Jazzebene in Aachen, lediglich im Malteserkeller wird seit Okt. ´83 wieder regelmäßig ein Workshop-Programm mit ortsansässigen und auswärtigen Profi- und Amateurgruppen angeboten.

ab 84 jährliche "Geöffnete-Ohren-Konzerte" (Lutz Felbick)

Mitte 85 bildet sich ein freier Zusammenschluß von Aachener Musikern und Komponisten aus dem Jazzbereich.

ab 87 Jakobshof-Konzerte unter Beteiligung internationaler und lokaler Bands (Thomas Jurisch)

ab 88 gelegentliche ,Jazznights" im Stadttheater, WDR-Bigband u.ä.

ab 88 jährliche Euregio-Musiktage der GZM e.V., zunächst im Jakobshof, dann im Space des LuFo

ab 89 häufige Life-Jazzmusik im Café Opera in kleinem (low-budget)- Rahmen (Joseph Bayer)

ab 91 jährliches ITIM-Festival (Innovatives Treffen innovativer MusikerInnen) im Space des LuFo (Reinhold Knieps)

ab 92 Aachener Kultursommer mit zunehmender Akzeptanz auch Jazzacts (Oberbürgermeister in Verbindung mit Konzertbüro Klaus Ulrich); weitere Veranstalter: Malteserkeller mit kleinen Ensembles und Sessions; R.Takvorian im Space des LuFo mit Konzerten unterschiedlichsten Genres..

B) Chronik der Gesellschaft für Zeitgenössische Musik Aachen e.V. (GZM)

GZM-homepage

1983-1986 Thomas Fiedler organisiert die "Aachener-Jazz-Workshops" für die VHS und das Aachener Kulturdezernat

Anfang 87 Aachener Musiker führen Gespräche mit der Freien Jazzhaus-Schule Köln über die Möglichkeiten einer freien Musikschule für Aachen

Juni 87 Thomas Fiedler setzt sich beim Kulturdezernat für den Projektvorschlag "Jazz Schule Aachen" ein

Februar 88 Gründung der "Gesellschaft für Zeitgenössische Musik Aachen e.V." (GZM), die u.a. das Satzungsziel hat, die Nachwuchsförderung durch Einrichtung einer freien Schule für zeitgenössische Musik durchzuführen Pressestimmen zur Gründung der GZM und ihren Zielen

25. März 88 "Die Musiker rücken in Aachen enger zusammen" - (AVZ) "Knappe Gelder: Es wird kälter in der Kulturszene" (AN) "Neue Impulse für die Euregio" (Grenz-Echo, B)

Mai 88 Vergebliche Bemühungen der GZM um die Nutzung des Bunkers in der Junkerstrasse

November 88 1. EUREGIO-MUSIKTAGE

Januar 89 Die Freie Musikschule "music loft" wird als Alternative zum "Reservat der geschriebenen Musik" gegründet (AVZ 21.1.89). Präsentation der Dozenten im Jakobshof (Koordinator Werner Hüsgen): Starthilfekonzert am 21. Januar, Jakobshof

21. Januar 89 "Eine Musikschule ohne Schulräume - music loft will neue Szene aufbauen..." (AVZ)

Februar 89 Semesterbeginn des 1. Semesters von "music loft" im Jakobshof (AN 20.1.89)

März 89 Vergebliche Bemühungen der GZM um Nutzung von Grund- oder Hauptschulräumen

11. Mai 89 Human Forces (J. Drewing, M. Fredebeuil, M. Lehan, W. Wito) spielen im Jakobshof

20. Mai 89 Lee Konitz und Frank Wunsch spielen im Jakobshof, Improvisationsworkshop mit Konitz

Juni 89 1. Semesterabschlußkonzert der music loft (70 TeilnehmerInnen) mit Berichten in WDR III (Fernsehen) und AN 17.6.89

September 89 Unterricht im "Cafe Schnabeltasse" und im Jakobshof (AVZ 9.9.89). Andrea Kuchen organisiert das Kursangebot.

22. November 89 "Euregio-Kulturschiene kommt in Schwung" - ein Beitrag zur grenzüberschreitenden kulturellen Zusammenarbeit (Grenz-Echo, B)

Dez. 89 2. EUREGIO-MUSIKTAGE

Januar 90 Nochmalige Bemühungen der GZM um die Nutzung des Saales im Bunker Junkerstrasse

20. Januar 90 Der französische Avantgardemusiker Frédéric Le Junter tritt im Jakobshof auf

Febuar 90 Semesterabschlußkonzert von music loft

April 90 Absage des Kulturamtes bezüglich der Nutzung der Räumlichkeiten im Projekt Nähe Blücherplatz. Gitta Schäfer organisiert das Kursangebot.

Juli 90 Vergebliches Bemühen der GZM um Räumlichkeiten in der Schule Eintrachtstrasse

August 90 Bemühungen der GZM um die Räume am Kaiserplatz, die jedoch für eine Drogenberatungsstelle zur Verfügung gestellt werden. September 90 Info-Treffen WS 90/91 für alle Musik-Interessierten im Jakobshof. Vergebliches Bemühen um Unterbringung im Bunker Zeppelinstrasse (AN 31.1.91)

Dez. 90 3. EUREGIO-MUSIKTAGE:

6. Dezember 90 Gastspiel der Euregio Projektband unter der Leitung von Barry Guy (GB) im Lütticher "Lion s'envoile"

7. Dezember 90 Gastspiel der Euregio Projektband unter der Leitung von Barry Guy (GB) im Maastrichter Löss-Theater

Februar 91 Semesterabschlußkonzert von music loft im Jakobshof

Mai 91 In einer öffentlichen Protestaktion der Dozenten wird das "Ende" der Freien Musikschule music loft angekündigt. Nach vielen Diskussionen, beschließt man: Es soll trotz aller Widrigkeiten weitergehen.

14. Juni 91 Konzert mit Carin Levine, Flöte (USA) in der Aula Carolina, Aachen

Oktober 91 Daniel Lambotte ist als Koordinator der Kursarbeit bei der GZM angestellt, das Kursangebot wird fortgesetzt

Dezember 91 Kulturausschuß: "Bei einer Planung für die Barockfabrik (Löhergraben) soll die GZM berücksichtigt werden"

Dezember 91 Für eine Übergangsphase wird der Rote Saal der Barockfabrik zur Verfügung gestellt.

November 91 4. EUREGIO-MUSIKTAGE

Februar 92 Vorstellung der Dozenten von music loft im Roten Saal der Barockfabrik Semsterabschlußkonzert der music loft

März 92 Semesterbeginn (AN 23.2.92)

9. Juni 92 Konzerte mit Joes Sachse, solo (DDR) und Ludger Singer, solo (AC)

Juni 92 Die GZM im Bürgerfunk von Radio Aachen mit einem Beitrag von Ulla Marks und Lothar Galle

Juli 92 Antrag der SPD und der Grünen bezüglich der Neuordnung der Barockfabrik

13-18. Juli 92 Workshop mit dem Kontrabassisten Peter Kowald im Rahmen der Euregionalen Sommer-Akademie (Kooperation mit Euregio, Space im Ludwig-Forum)

15. Juli 92 Peter Kowald in Concert im Rahmen der Euregionalen Sommer-Akademie (Kooperation mit Euregio, Space im Ludwig-Forum)

September 92 Die GZM im Bürgerfunk von Radio Aachen mit einem Beitrag von Ulla Marks

November 92 Die GZM im Bürgerfunk von Radio Aachen mit einem Beitrag von Walter Bast

Dezember 92 Lutz Felbick organisiert als Schulleiter das Kursangebot von music loft

Dez. 92 5. EUREGIO-MUSIKTAGE

Februar 93 Semesterabschlußkonzert von music loft (AVZ 12.3.93, AN 20.2.93)

März 93 "Ich möchte einmal spielend durch die Welt reisen - die Klarinettistin Regina Pastszyk" (Musik aus Aachen, AN)

April 93 "Hochbegabter Tausendsassa - der Pianist Ludger Singer" (Musik aus Aachen, AN)

Mai 93 "Body and Soul - die Sängerin Ulla Marks - Anirahtak" (Musik aus Aachen, AN)

Juni 93 "Spaß an den sechs Saiten- der Gitarrist Urban Elsässer" (Musik aus Aachen, AN)

Juli 93 Semesterabschlußkonzert von music loft. Der Kulturausschuß beschließt die Neuordnung der Barockfabrik zum Haus für Kinder- und Jugendkultur

September 93 Der Kulturausschuß beschließt die Einrichtung eines Musikraumes in der Barockfabrik

6. September 93 Unter Leitung von Günter "Baby" Sommer spielt die Euregio Projektband im Stadttheater Aachen während des Aachener Kultursommers '93 (AVZ, 16.9.93)

16. September 93 "Musik oder nur Krach?" - Zum Konzert der Euregio Projektband im Stadttheater unter Leitung von Günter "Baby" Sommer (AVZ)

Dez. 93 6. EUREGIO-MUSIKTAGE

Januar 94 Helga Hanek übernimmt die Hauskoordination in der Barockfabrik Antrag der GZM zur Mitnutzung des "Alten Kurhauses"

5. April 94 Antrag der Fraktionen SPD/Bündnis 90, Die Grünen im Rat der Stadt Aachen, ein Nutzungskonzept für das Alte Kurhaus zu entwickeln

Februar 94 Semesterabschlußkonzert von music loft (AN 8.2.94)

Juni 94 Semesterabschlußkonzert von music loft (AVZ 24.6.94, AN 30.6.94)

September 94 Beginn des Wintersemesters 94

Oktober 94 Dozentenkonzert anläßlich des fünfjährigen Bestehens von music loft

Oktober 94 "Kein Schritt nach Rechts" - Aachener Künstler nehmen teil an der Demonstration gegen Faschismus

Dez. 94 7. EUREGIO-MUSIKTAGE

5. Februar 95 Gründungsversammlung des "StattOrchester Aachen" im Alten Kurhaus Aufführung von Kultur-gut unter Verwendung des Themas des 1. Satzes der V. Symphonie von Beethoven

14. Februar 95 "Seltene Jazzgeige begeistert Zuhörer - Gelungenes musikalisches Semesterende" (AVZ)

18. März 95 "Interessante Kurse für alle, die zeitgenössische Musik lieben - Riesenzuspruch freut Dozenten, schafft aber auch Probleme" (AN)

15. Juli 95 "Jazz, Rock und Avantgarde zum Semsterabschluß - Musikschüler von music loft zeigten vor der Barockfabrik, was sie gelernt haben" (AN)

24. Juli 95 "Vom kleinen Kaktus bis zu den Megaperls - Originelles Konzert von music loft" (AVZ zum Semsterabschlußkonzert 1995)

12. September 95 "Das Semester beginnt mit einem Konzert in der Barockfabrik - wieder viele interessante Kurse in der Freien Musikschule" (AN)

17. September 95 music loft-Eröffnungskonzert zum Wintersemester

21. September 95 "Neue Töne in der Schweinesuite" - Freie Musikschule stellte die Eigenkompositionen der Dozenten vor (AVZ)

16. November 95 Ratsantrag der Fraktionen SPD/Bündnis 90, Die Grünen mit dem Ziel einer Konkretisierung der Nutzung für den vom Grenzlandtheater vorübergehend (bis 31.12.1997) genutzten Teil des Alten Kurhauses

Dez. 95 8. EUREGIO-MUSIKTAGE

20. Juni 96 Beschlüsse des Kulturausschusses ergeben mit Stimmenmehrheit u.a. die vorrangige Verhandlung mit der GZM (Projekt KLANGBRÜCKE) und die Ablehnung von Alternativ- verhandlungen mit potentiellen Mitbewerbern. Auftrag an die Verwaltung, Verhandlungen mit der GZM aufzunehmen

24. September 96 Aufnahme von detaillierten Vorgesprächen zur Nutzung der erwähnten Räume des Alten Kurhauses. Ein Konzeptpapier wird gewünscht und erarbeitet

Juni 96 Vorgespräche mit Klaus Schruff als Anwärter auf eine ABM-Stelle, die der Projektierung, Entwicklung und Durchführung der KLANGBRÜCKE dienen soll

Dezember 96 Antragstellung für die ABM, die der Zuversicht betreff Realisierung der KLANGBRÜCKE entspringt

26. November 96 Vorlage des detaillierten Nutzungskonzeptes mit inhaltlichen Beschreibungen und detallierten Kalkulationen für drei Jahre. Es folgen positiv verlaufende Gespräche mit den Kulturausschüssen der Fraktionen des Rates der Stadt Aachen, mit Herrn Zantis (Kulturamt) und Herrn Dr. Nordhoff (Kulturdezernent)

Dez. 96 9. EUREGIO-MUSIKTAGE

Februar 97 Bewilligung der ABM zum 15. März 1997

15. März 97 Klaus Schruff nimmt im Rahmen der ABM seine Arbeit für die GZM auf

März bis Mai 97 Eine Entscheidung betreff Verhandlungsbeginn zwischen Verwaltung und GZM über die Nutzung des Alten Kurhauses (hier: KLANGBRÜCKE) wird mehrfach verschoben

11. Juni 97 Pressekonferenz: Ist der Musiketat der Stadt Aachen ausgewogen ? Teilnehmer: AN, AZ, WDR, Radio Aachen - Positive Presse in den Folgetagen.....

19. Juni 97 Die zukünftige Nutzung des Alten Kurhauses, insbesondere der ehemaligen Neuen Galerie wird öffentlich vom Kulturausschuß beraten werden

Oktober 97. 10. EUREGIO-MUSIKTAGE

Oktober 97 Mit Spannung erwartet die GZM den in der Hauptausschußsitzung zu fassenden Grundsatzbeschluß (KA 19.6.97). Der erwartete TOP wurde nicht aufgenommen. Vereinsintern gibt es Zweifel an der Verlässlichkeit von Politik und Verwaltung: vergebliches Bemühungen der GZM?

5.11.97 Das Kulturdezernat (Frau Hautermann) teilt telefonisch mit, daß das Grenzlandtheater definitiv Ende Dezember die Räumlichkeiten verlõßt.

5.11.97 Herr Koch (VHS) teilt telefonisch mit, daß er dem Auftrag, des Kulturausschusses, entsprechende Recherchen zur Ermittlung der Mietkosten anzustellen, nicht nachkommen kann: Das Liegenschaftamt könne ihm wegen Einschreiten des Herrn OB Dr. Linden keine Auskünfte geben. Dies habe er bereits am 21.10.97 Dr. Nordhoff mitgeteilt. Bei den Verhandlungen der GZM mit der VHS handelte es sich um vergebliches Bemühungen der GZM.

20.11.97 Die Schallemssionsprüfung ergibt, daß die Nutzung der ersten Etage ohne Probleme möglich ist.

21.11.97 In einem Gespräch mit Herrn Dr. Nordhoff, Frau Reuß, Frau Marks, Herrn Pilgram, Frau Perschon und Herrn Felbick werden vielerlei Zusagen darüber gemacht, daß das Konzept KLANGBRÜCKE durch Beschlüsse der nächsten Kulturausschußsitzung umgesetzt werden soll. Offensichtlich handelte es sich, wie sich herausstellen sollte um ein vergebliches Bemühungen der GZM.

25.11.97 Kulturausschuß beschließt einstimmig, daß "das Alte Kurhaus analog zur Konzeption der Barockfabrik dem Fachbereich Kultur als multifunktionales Kulturhaus zur Verfügung gestellt wird." (25.11.97, TOP 4)

09.12.97 Es werden in der GZM Gerüchte laut, man wolle die vom Grenzlandtheater eingerichteten Schminkräume erhalten. Der dazu an Dr. Nordhoff geschickte Brief bleibt trotz mündlicher Nachfrage unbeantwortet.

27.01.98 In der Verwaltungsvorlage zum TOP Sachstandsbericht "Nutzung des Alten Kurhauses" werden sowohl die GZM als auch der Begriff KLANGBRÜCKE ohne weitere Erklärungen eliminiert. Erstmalig interpretiert die Verwaltung den Veranstaltungsraum als Galerieraum plus Gardarobenräume im "Turm". Eine andere Unterbringung der Gardarobe wird nicht erwogen. In der SPD wird nun erstmalig - ohne jegliche Absprachen mit der GZM - von einem Zwei-Phasenplan zur Umsetzung des Konzeptes KLANGBRÜCKE gesprochen. Damit wäre das Konzept KLANGBRÜCKE (Studiobühne/music loft) zerstört: Der Vorschlag, das Schauspiel KLANGBRÜCKE erst einmal ohne den Hauptdarsteller music loft zu beginnen, erinnert an Schildbürger, die das Rathaus erst einmal ohne Fenster bauen!

C) GZM /music loft in der KLANGBRÜCKE (Chronologie in Planung)

März/April 1998 Die Stadt schließt einen Nutzungsvertrag mit der GZM ab.

9.-21.5.98 die KLANGBRÜCKE startet mit einer von derGZM organisierten Eröffnungswoche. In den Grußworten des Eröffnungshefchtens spricht der Kulturdezernet Dr. Nordhoff die Hoffnung aus, "daß aus dem Experiment ein kulturpolitsches Modell wird." Weiterhin betont er: "Die GZM hat einen großen Anteil am Zustandekommen des Projektes."

22.3.2000 Der Kulturausschuss der Stadt Aachen beschließt Förderung auf der Basis einer Verwaltungsvorlage des Kulturamtes (Heribert Zantis)


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D) Euregio Musiktage 1988-1996 / In Front Festival 2005-2013


November 88 1. Euregio Musiktage

Paul Lovens (D): Musik zum Film "Intrepid Shadows" (Alfred Clah, USA) Three little Pigs (B) Kenny Wheeler mit Bill Elgart, Wayne Darling und Peter O'Mara (GB/USA/D/A) X-Cerpts (D/PL): Musik zum Film "Intrepid Shadows" (Alfred Clah, USA) (Viola Cramer, Gitta Schäfer, Peter Scholtissek) Musica reservata (D) Duo 440 Hertz Projektband unter Leitung von Garrett List (B/D) Paul Mertens-Pavlowsky Ensemble (D): Musik zum Film "Intrepid Shadows" (Alfred Clah, USA) Trio van Kemenade, Wiebos, Kuyper (NL) Daniel Humaire Quartett (F)


Die 1. Euregio Musiktage im Pressespiegel (Auszüge)

1. November 88 "Glanzvolle Höhepunkte bei den Euregio Musiktagen - Riesenspektakel" (AN) 9. November 88 "Ein Festival neuer Klänge" (AN) 1992 "Ein neues Festival - Die Euregio Musiktage - Jazz und zeitgenössische Musik" (JazzThetik)



Dezember 89 2. Euregio Musiktage

Lux-Orchester (D) Euregio Workshop Ensemble unter der Leitung von Misha Mengelberg (NL/D) Heiner Rennebaum "Ausfall" (D) Carlo Actis Dato Quartett (I) Conny Bauer Solo (Berlin/DDR) Die 2. Euregio Musiktage im Pressespiegel (Auszüge) 25. November 89 "Start mit einer Uraufführung - Veranstalter kritisieren die Kulturpolitik der Stadt" (AN) 25. November 89 "Gesellschaft für zeitgenössische Musik ist aktiv" (AVZ) 11. Dezember 89 "Ungewöhnliche Klänge - ... mit einer Uraufführung eröffnet" (AN)



Dezember 90 3. Euregio Musiktage

Evan Parker Solo Limpe Fuchs Solo art de fucked-Rock Performance Euregio Projektband unter der Leitung von Barry Guy Mie Miki Solo Mal Waldren / Steve Lacy Die 3. Euregio Musiktage im Pressespiegel (Auszüge) Anfang 92 "Der Kanon des Free und die Abstraktion des Standard" (JazzThetik)



November 91 4. Euregio Musiktage

Scetches (D) Pinguin Moschner's "N.N." - Maggie Nicols, Regina Pastuszyk, Günter "Baby" Sommer Marianne Schroeder Solo (CH) Guus Janssen Trio (NL) Euregio Projekt Band, Ltg. Manfred Niehaus (D) Maarten Altena Nonett (NL) Die 4. Euregio Musiktage im Pressespiegel (Auszüge) 18. November 91 "Nur etwas für Spezialisten ?" (AN) 22. November 91 "Zwischen Jazz und Avantgarde - Hohe Anforderungen" (AVZ) 29. November 91 "Erniedrigende, beleidigende Bemerkungen" "Bedrückend" "Das bloße Geschmacksurteil ist nicht fundiert" (Kritische Leserbriefe zum Artikel vom 18.11., AN) 3. Dezember 91 "Nicht für ein Publikum von elitären Spezialisten" (Kritischer Leserbrief zum Artikel vom 18.11., AN)



Dezember 92 5. Euregio Musiktage

Joelle Leandre (Paris) Striped Roses (Wien) Günter "Baby" Sommer Solo (Dresden) Georg Gräwe Trio (D/USA/NL) Gitta Schäfer / Buddy Sacher (Aachen, Leverkusen) Euregio-Projektband unter der Leitung von Günter "Baby" Sommer Die 5. Euregio Musiktage im Pressespiegel (Auszüge) 3. Dezember 93 "Aachen im Zeichen des Jazz" (Ankündigung in AN) 12. Dezember 93 "Jazz boomt auch in Aachen - Konsum und Kritik: Betrachtungen zur Situation zeitgenössischer Musik" (AN)



Dezember 93 6. Euregio Musiktage

Ulrich Lask Solo (Aachen) Hugo Read Group (Düsseldorf) Beth Griffith Solo (USA) Evan Parkers Electronic Project (GB/I) Gush-Trio (Schweden) Euregio-Projektband unter Leitung von Jürgen Sturm (Aachen) Die 6. Euregio Musiktage im Pressespiegel (Auszüge) 1. Dezember 94 "Jede Menge Jazz und zeitgenössische Musik im Ludwig Forum" (Ankündigung AN) 1. Dezember 94 "Wieder ist Jazz-Time im Ludwig Forum" (Ankündigung AVZ) Ende 93 Ausstellungen mit Arbeiten der Designerklasse Prof. Rehder, FH Aachen als Ergebnis des Plakatwettbewerbes. Preisträgerin wurde Isabelle Urfels (Musik & Design) 7. Dezember 93 "Improvisierfreudig und frisch" (AN) Februar 94 "Von der Kultivierung des Schönklangs zur bizarren Menagerie der Geräuschkunst" (JazzThetik)



Dezember 94 7. Euregio Musiktage

AMM Trio (GB) Pinguin Moschner / Joe Sachse (D) Alan Tomlinson (GB) Duo Bruck/Ross (D) Alexander von Schlippenbach Christmann / Gustafsson / Lovens (D/S/D) Euregio-Projektband unter Leitung von Alexander von Schlippenbach Die 7. Euregio Musiktage im Pressespiegel (Auszüge) 30. November 94 "Jimi Hendrix wird mit der Tuba interpretiert" (Ankündigung in der AVZ) 2. Dezember 94 "Euregio Musiktage in Aachen" - Künstler mit hohem Anspruch - Aber: Zukunft des Festivals ist nicht gesichert (AN) 6. Dezember 94 "Zur Öffnung von Ohren" (AN)



Dezember 95 8. Euregio Musiktage

Ali Maurer Solo (D) Trio Mazout (B/D) Jaap Blonk Solo (NL) Stadtgesichter (Anirahtak, Galle-Merkel, Sturm/D) The Westbrook Trio (GB) Du-O-Sonic (D) Stötters Nevertheless (D/F) Die 8. Euregio Musiktage im Pressespiegel (Auszüge) 6. Dezember 95 "Ein schräges Outfit und viele faszinierende Klänge" (AN)



Dezember 96 9. Euregio Musiktage

Ludger Singer Solo (D) Butcher - Durrant - Russell (GB) Musikfabrik NRW (D) Koch - Schütz - Studer (CH) Griener - Schweitzer - Sudmann (D) Novotnik 44 (D/I) Die 9. Euregio Musiktage im Pressespiegel (Auszüge) 4. Dezember 96 "Zwischen Jazzclub und Kammermusik Euregio Musiktage im Space -Finanznöte" - (AZ) 12. Dezember 96 "Ein Instrument, von Spucke und Liebe zusammengehalten" (AN)



Oktober 97 10. Euregio Musiktage (24.-26. Oktober, Jakobshof Aachen)


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Lutz Felbick engagiert sich in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der GZM für eine Umbenennung der "Euregio Musiktage" zu »IN FRONT« – Festival für Jazz, improvisierte Musik und Neue Musik

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IN FRONT-Festivals ab 2005

E) Musikbunker (Chronologie in Planung)

Musikbunker-homepage

1987 Unter Städtischer Federführung erfolgte der Umbau von alten Aachener Luftschutzbunkern zu Musikbunkern mit Probe- und Veranstaltungsräumen (Veranstalter

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...... Friedel Gersmann (+) engagiert sich lebhaft für die Musikbunker

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...... Gründung des Vereins Musikbunker e.V.

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...... Lars Templin ist Geschäftsführer des Vereins

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16.01.2014 Artikel Matthias Hinrichs AZ: "Musikbunker steht bald zum Verkauf"

Anfang 2014 Der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp macht die Probleme der beiden Musikbunker zu seiner Chefsache: